Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat (UKBR)

Mitglieder des UKBR v. l. n. r. Andreas Ott, Jens Pätsch (Unterstützer), Evelyn Hauck, Jens Klose (Unterstützer), Dr. Jürgen Hille.
Nicht dabei: Sylvia Rasch und Hagen Wallburg

Veröffentlichungen des UKBR

Beiträge im Eichwalder Boten

Eichwalder Bote 02/2026

Erfolgreicher Müllsammeltag mit Kita- und Hortunterstützung

Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat hat diesmal zusammen mit dem Hort „Bunt-Stifte“ und dem Ortskernbeirat die halbjährliche Aktion „Eichwalde räumt auf“ organisiert. Eine Zusammenarbeit, die Spaß gemacht hat und die wir fortsetzen wollen.

Am 14. März 2026 in der Zeit von 10-12 Uhr schwärmten vom Marktplatz wieder über 50 Personen aus, um Eichwalde vom Müll zu befreien. Besonders schön: Es beteiligten sich viele Eltern mit kleinen Kindern an dieser Aktion. (Bild)

Auch der Pinocchio-Kindergarten war auf der Schulzendorfer Seite Eichwaldes wieder fleißig dabei, die Gehwege und Rabatten von Müll und Unrat zu säubern.

Es kamen wieder Unmengen von Müllsäcken zusammen, die später vom Betriebshof abgeholt und fachgerecht entsorgt wurden. Die Verschmutzung der achtlos fallengelassenen „Zigarettenkippen“ ist ein zunehmendes Problem. An fehlenden Müllgefäßen kann es jedenfalls nicht liegen, da insbesondere an Bänken sich diese direkt befinden. Diese Vergiftung unserer Umwelt muss stärker bekämpft werden.
Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat dankt allen Teilnehmenden herzlich für Ihr Engagement.

Begleitend dazu hatte der Hort „Bunt-Stifte“ nicht nur zu einer Pflanzentauschbörse eingeladen, sondern hatte durch die Verwendung von Teilen des gesammelten Mülls im Rahmen des Themas „Upcycling“ attraktive Bastelarbeiten zu bieten. Es entstand sogar ein Müllmonster namens „Mülli“, dessen Basis ein Waschbecken aus dem Eichenwäldchen war. (Bild)

Für die Pflanzentauschbörse war es etwas früh im Jahr, aber trotzdem kamen einige Interessierte vorbei, um – gegen eine kleine Spende – Pflanzen für den eigenen Garten mitzunehmen. Dieses Geld wollen wir für unsere nächsten Aktionen verwenden. Geplant ist, den Vorgarten der Gemeindebibliothek zu verschönern und auch das Weißen von Jungbäumen fortzusetzen.

Ihr Umwelt- und Klimaschutzbeirat

Unseren nächsten Müllsammeltag am 19. September 2026 wollen wir wieder gemeinsam mit dem Hort und dem Ortskernbeirat gestalten. Ideen dazu sind immer willkommen – melden Sie sich!


Tauschen statt Kaufen – Die Eichwalder Pflanzentauschbörse

Eichwalde blüht auf – und wir machen mit! Habt Ihr zu viele Ableger von Eurer Erdbeere, möchtet Ihr Euren inzwischen zu großen Stachelbeerbusch teilen oder sucht Ihr noch nach einer besonderen Staude für den Garten, ohne gleich in den Baumarkt fahren zu müssen?


Die Lösung ist nun dauerhaft: Unser neues Kiez-Pflanzentauschregal!


Gebaut aus alten Paletten, ist dieses Regal ein echtes Upcycling-Highlight und ein Symbol für Nachhaltigkeit direkt vor unserer Bibliothek in der Grünauer Straße. Das stabile Regal bietet in zwei Ebenen viel Platz für Pflanzen fast jeder Größe.

Wie funktioniert es?
Das Prinzip ist kinderleicht und basiert auf Vertrauen:

  1. Bring mit: Stell eine Pflanze, einen Ableger oder Samentüten, die Du nicht mehr brauchst, in das Regal.
  2. Nimm mit: Nimm Dir im Gegenzug eine andere Pflanze mit, die Dich erfreut.
  3. Tausche oder Spende: Du musst nicht zwingend tauschen. Wenn Du Platz hast, nimm Dir etwas mit und bringe ein anderes Mal etwas zurück.

Dr. Jürgen Hille UKBR Eichwalde


Eichwalder Bote 01/2026

Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat informiert:

Als wir im Herbst vergangenen Jahres in der Waldstraße einige junge Straßenbäume mit weißer Farbe angestrichen haben, wurden wir zum Sinn unserer Arbeit angesprochen.
Nachstehend kommen die Gründe für unsere ehrenamtliche Arbeit:

Im Winter sind die Stämme der Bäume nicht mehr durch Laub vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Bei starken Temperaturschwankungen ist die Schattenseite oft noch gefroren, während sich die Sonnenseite erwärmt und die Rinde sich ausdehnt.
Diese Spannungen können dazu führen, dass die Rinde reißt und der Stamm tiefe Risse bekommt.
Die Bäume sind dadurch anfälliger für das Eindringen von Krankheitserregern und Schädlingen, die gerne in den tiefen Ritzen ihre Eier ablegen.
Diese Risse können Sie bei vielen unserer jüngeren Bäume sehen!

Die weiße Farbe reflektiert die Sonneneinstrahlung und vermindert diese Rissbildung.
Gleichzeitig düngt der weiße Baum-Kalk aber auch den Boden und nährt die Bäume.
Wir schützen daher unsere jungen Bäume nach der 3jährigen Anwachspflege weiter, um sie bei ihrem Wachsen zu unterstützen.

Dazu bürsten wir den Stamm vorsichtig ab und befreien ihn von Flechten und Staub.
Danach tragen wir den Baum-Kalk – natürlich an einem warmen und trockenen Tag – mit einer Quaste auf, bevorzugt auf der Sonnenseite. Der Kalk schließt damit auch die Risse.

Falls Sie zum Beispiel Obstbäume in Ihrem Garten gepflanzt haben, helfen Sie auch diesen mit einem Kalkanstrich. Sie werden es Ihnen mit einem guten Ertrag danken!

IhrUmwelt- und Klimaschutzbeirat (UKBR)


Eichwalder Bote 04/2025

Eichwalde hat wieder aufgeräumt!

Seit September 2023 ruft der Umwelt- und Klimaschutzbeirat Eichwalde alle sechs Monate zu einer großen Aufräumaktion in unserer Gemeinde auf. Nach einer verhaltenen Beteiligung bei den ersten Aktionen nimmt die Zahl der Teilnehmenden zu unserer großen Freude kontinuierlich zu.

Am Samstag, dem 20. September 2025, diesmal am offiziellen World Cleanup Day, ging es am Markt- und Festplatz los. Mehr als 20 fleißige Helferinnen und Helfer – darunter mehrere Familien – halfen bei der großen Müllsammelaktion mit.

Auch die politische Prominenz sowie Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung waren vertreten. Auf der westlichen Gemeindeseite hat sich der Verein Ajax Eichwalde 2000 wie jedes Jahr wieder fleißig daran beteiligt. Fast 20 Vereinsmitglieder zogen ausgehend vom Eichenparkstadion durch die Straßen. Auch dieses Jahr war die „Ausbeute“ an Müll leider erneut recht groß. Von Haufen von Zigarettenkippen über verlorene Kunststoffverpackungen – auch aus den „Gelben Säcken“ – bis zu Sofakissen haben die Helferinnen und Helfer abermals viel zusammengeklaubt. Es ist schon erstaunlich, was Teile unserer Einwohner und Einwohnerinnen so alles im öffentlichen Straßenland entsorgen.

Dabei haben wir es hier im Landkreis mit einer kostenlosen Entsorgung von Sperrmüll, Altmetall, Schrott, Altreifen sowie Elektrogeräten durch den SBAZV wirklich gut. An vielen Stellen im Ort stehen Glas- und Altkleidercontainer und auf den Recyclinghöfen können laut SBAZV fast alle Abfälle abgegeben werden. Und trotzdem gibt es Menschen, die ihre Abfälle direkt neben die öffentlichen Müllbehälter oder entsprechenden Container werfen. Da kann man sich in der Tat nur noch fassungslos wundern.

Die „Ausbeute“ wurde am Ende der Aufräumaktion von den Mitarbeitenden des Betriebshofs abgeholt und der ordentlichen Verwertung zugeführt. Vielen Dank für ihre Hilfe an ihrem normalerweisen freien Tag!

Wir danken allen Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement für ein sauberes Eichwalde.

Die nächste Aufräumaktion findet im März 2026 statt. Die Zeiten sind absichtlich so gewählt, dass die typischen Brut- und Aufzuchträume unserer heimischen Fauna nicht betroffen sind.

Ihr Umwelt- und Klimaschutzbeirat

Ihr Umwelt- und Klimaschutzbeirat


Eichwalder Bote 03/2025

Blätter, Bürde, Bodenleben – Ein (er)neu(t)er Blick aufs Laub

„Die Gemeinde Eichwalde unterstützt die Eigentümer bei der Laubentsorgung der Gehwege und Bankette.“

Dieser Satz stammt aus der Straßenreinigungssatzung der Gemeinde Eichwalde vom 01.09.2020.

Was auf dem Papier eindeutig klingt, ist in der Praxis oft deutlich komplexer. Die Unterstützung durch die Gemeinde kann sich – wie in vielen anderen Kommunen auch – von Jahr zu Jahr je nach Situation, Haushaltslage oder Witterung verändern.

Grundsätzlich ist die Gemeinde zuständig für sichere Gehwege und Straßen, doch sie kann die Reinigungspflicht – wie beim Winterdienst – auch auf die Anlieger übertragen. Während Schnee meist innerhalb weniger Tage verschwindet, stellt das alljährlich fallende Laub eine wiederkehrende Herausforderung dar.

In der Vergangenheit hat die Gemeinde verschiedene Modelle zur Laubentsorgung angewandt: kostenlose Laubsäcke, zentrale Abholaktionen oder Sonderregelungen bei starkem Befall – etwa durch die Kastanienminiermotte. Trotzdem herrscht häufig Unsicherheit: Wer ist für welches Laub zuständig? Was darf wohin gefegt werden? Und was passiert, wenn das Laub mit Rasenschnitt vermischt ist?

Hinzu kommt: Nicht alle Haushalte verfügen über die nötigen Mittel – sei es ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung, ausreichend Platz für einen Komposthaufen oder die körperliche Verfassung, um regelmäßig zu kehren. Außerdem macht Eichwalde seinem Namen alle Ehre: Alte, große Laubbäume, wie Eichen, prägen unser Ortsbild – was ökologisch wertvoll, aber praktisch herausfordernd ist, etwa wenn es darum geht festzustellen, welcher Laubfall von den Straßenbäumen stammt und welcher von Bäumen auf Privatgrundstücken.

Klar ist: Die Regelungen rund um die Laubentsorgung sind ausbaufähig. Deshalb arbeitet die Gemeinde derzeit an einer Neufassung der Satzung sowie an langfristigen Konzepten zur zukünftigen Organisation der Laubentsorgung. Bis zur Umsetzung dieser Maßnahmen – einschließlich möglicher Ausschreibungen – wird es allerdings noch etwas Zeit benötigen.

Dr. Jürgen Hille, Mitglied im Umwelt- und Klimaschutzbeirat Eichwalde, empfiehlt: „Um allen Ärgernissen aus dem Weg zu gehen, sollte man eine Komplettlösung anstreben, um dem Streit um einzelne Blätter zu entgehen. Zum Beispiel durch den Einsatz eines Unimog mit Grünpflegekopf.“

Dr. Jürgen Hille,
Mitglied im Umwelt- und Klimaschutzbeirat

Parallel zu den konzeptionellen und rechtlichen Überlegungen lohnt es sich zudem, einen ganzheitlichen und zukunftsorientierten Blick auf das Thema zu werfen. Laub ist nämlich nicht nur ein „Problemstoff“, sondern auch eine wertvolle Ressource für das ökologische Gleichgewicht, die Bodenqualität und die Klimaanpassung.

Aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes gibt es mehrere sinnvolle Ansätze, die auch in Eichwalde geprüft und berücksichtigt werden könnten:

  • Laubkompostierung fördern: Einige Gemeinden unterstützen lokale Kompostierungsprojekte oder bieten Schulungen zur fachgerechten Laubkompostierung an. Dies kann auch in Eichwalde perspektivisch ein Baustein sein.
  • Laub als Lebensraum und Mulch nutzen: In Gärten, unter Hecken oder auf Beeten kann Laub als natürlicher Mulch dienen. Es schützt den Boden, speichert Feuchtigkeit und fördert ein gesundes Bodenleben – ganz im Sinne des natürlichen Nährstoffkreislaufs.
  • Laub liegen lassen, wo es nicht stört: An ausgewählten Stellen (etwa auf weniger frequentierten Grünflächen) kann Laub bewusst liegen bleiben. Dort bietet es Unterschlupf für Insekten, Igel und andere Tiere, unterstützt die Humusbildung und spart Transport- und Entsorgungskosten. Diese „passive Verwertung“ ist ökologisch wertvoll und kann Teil eines nachhaltigen Pflegekonzepts sein.
  • Kooperative Modelle mit Bürger:innen: Einige Kommunen fördern die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bevölkerung durch gezielte Informationskampagnen oder kleine Anreize. Auch Eichwalde könnte solche Formate erproben, um das Thema gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterzuentwickeln.

Wie geht es weiter? In den kommenden ein bis zwei Jahren wird die Gemeinde ein überarbeitetes Konzept zur Laubentsorgung erarbeiten – fachlich fundiert, transparent und möglichst nachhaltig. Dabei sollen auch Umwelt- und Klimaschutzaspekte stärker berücksichtigt werden. Bis dahin bitten wir um Geduld – und laden Sie herzlich ein, eigene Ideen oder Erfahrungen einzubringen.

Anna Reinhard
Klimaschutzmanagerin der Gemeinde


Der Kunstomat in der Bahnhofstraße wird wieder bestückt

Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat fängt im September wieder damit an, ihn mit Blumenzwiebeln zu bestücken. Denn es ist weiterhin für alle Naturliebhaber eine Augenweide, wenn schon im Februar die ersten Frühblüher, wie Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse, die Flächen auf Plätzen und am Straßenrand mit Farbe versehen und man die ersten Bienen beim Besuch der Blüten beobachten kann.

Vielleicht fallen Ihnen aber auch noch Ideen ein, wie der Kunstomat weiter genutzt werden kann. Mit der „Kunst“ hatte es ja mal begonnen! Aber in den kleinen Schachteln könnten ja auch noch andere Überraschungen versteckt werden.

Evelyn Hauck (Umwelt- und Klimaschutzbeirat),
Barbara Winter (Kind & Kegel e.V.)


Information des Umwelt- und Klimaschutzbeirats und der Bauverwaltung zur Pflege unserer Straßenbäume

1) Bekämpfung der Kastanienminiermotten

Auch in diesem Sommer sind an unseren Rosskastanien wieder die braunen Fraßspuren der Larven der Rosskastanien-Miniermotte zu sehen. Sie führen zu einem vorzeitigen Abwurf der Blätter und schwächen dadurch diese Bäume.

Sie können diesen Bäumen helfen, indem Sie das befallene Laub der Rosskastanien getrennt von anderem Grünschnitt sammeln, da sich im Laub die Puppen der nächsten Mottengeneration befinden. Diese würden sonst im nächsten Jahr die Bäume neu befallen.

Entsorgen Sie bitte das Kastanienlaub auf keinen Fall auf dem eigenen Kompost!
Dort würden die Puppen überwintern, während in genehmigten Kompostierungsanlagen Temperaturen von 60 Grad erreicht werden, die die Larven abtöten.

2) Anbringung von Wassersäcken an Straßenbäumen

Die Anfrage eines Bürgers aus der Friedenstraße wurde von Herrn Hübner von der Bauverwaltung wie folgt beantwortet:

„Grundsätzlich freuen wir uns über jede Wassergabe an unseren Straßenbäumen. Wenn die Wassersäcke nicht dauerhaft an einer Stelle des Stammfußes stehen, ist diese Variante der Wassergabe sinnvoll. Sollte der Sack nicht regelmäßig versetzt werden, entsteht am Stammfuß Staunässe. Das sorgt für eine Verdichtung des Stammfußes an dieser Stelle. Daher ist es notwendig, den Standort des Wassersackes zu verändern.“

3) Bewuchs der Linden

Viele Bürger:innen stören sich daran, dass ihre Lindenbäume so viele Wasserschösslinge am Stamm bilden. Aber warum bildet der Baum Stockaustriebe?

„Der Baum reagiert damit auf Einflüsse von außen: Schnittmaßnahmen, Verletzungen oder Absterben von einzelnen Kronenteilen. Die Stockaustriebe dienen der Regeneration und Lebenserhaltung des Baumes. Im Sommer schützen die Stamm- und Stockaustriebe den Stamm und Stammfuß vor direkter Sonneneinstrahlung.“

Wann werden die Stamm- und Stockaustriebe entfernt?

„Eine Entfernung ist nur notwendig, wenn die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann.
Das heißt: Ist die Sicht in Kreuzungsbereichen oder eine Nutzung des Gehweges nur eingeschränkt möglich, werden die Stamm- und Stockaustriebe aufgrund der Verkehrssicherheit entfernt.“

Evelyn Hauck (UKBR),
Sebastian Hübner (Bauverwaltung)


Filmvorführung „Die Eiche – mein Zuhause“ am 03. Juli 2025

Auch in diesem Jahr hat der Umwelt- und Klimaschutzbeirat erneut zu einer Veranstaltung eingeladen. Wir zeigten den französischen Naturdokumentarfilm „Die Eiche – Mein Zuhause“, der am 13.02.2022 bei den 72. Internationalen Filmfestspielen in Berlin Premiere hatte.
Er handelt von einer ca. 210 Jahre alten und ca. 17 Meter hohen Stieleiche und ihren Bewohnern im Wald von Sologne im Wechsel der Jahreszeiten.

Die „Alte Feuerwache“ war wieder gut besucht und wir konnten anhand faszinierender Aufnahmen das Leben vieler uns bekannter Tiere, wie das Eichhörnchen, die Eichelhäher und die Kohlmeise, aber auch unbekannter Bewohner, wie den Rüsselkäfer, beobachten. Für alle diese Bewohner ist jene Eiche ein Zuhause und gibt ihnen Schutz und Nahrung.

Was für ein spannendes Geschehen über und unter der Erde im Wurzelwerk dieses wunderbaren Baumes konnten wir miterleben, mit Streitereien und Fürsorge der Bewohner. Dazu gab es bei einigen Szenen einfühlsame bis dramatische Musikbegleitung.

Über den Applaus unserer Gäste zum Ende dieses besonderen Films haben wir uns sehr gefreut.

In Eichwalde haben wir auch Eichen – sie gehören zu unserem Zuhause!

Wie Frau Weiß von der Bauverwaltung zu Beginn der Filmvorführung einführend berichtete, haben wir in Eichwalde z.Zt. noch 650Trauben- und Stieleichen, von unterschiedlichem Alter und Vitalitätszustand.

Unsere Eichen wachsen nicht im Wald oder direkt an einem See, sondern haben – bis auf einige stattliche Exemplare auf dem Friedhof – als Straßenbäume wenig Entfaltungsmöglichkeiten.

Dazu kamen in den letzten 5-15 Jahren Klimaveränderungen, die allen Bäumen von Eichwalde zusetzen, wie längere Hitzeperioden, geringere Niederschläge, Pilze (Mehltau) und Fraßschäden durch Insekten (z.B. Eichenprachtkäfer), Die Erhebung vom Bundesagrarministerium 2024 weist aus, dass jede zweite Eiche im Land starke Schäden in der Krone hat. Vor allem ältere Bäume von über 60 Jahren sind betroffen.

Insbesondere der Wassermangel schwächt alle Bäume in Eichwalde. Deshalb werden inzwischen von der Bauverwaltung eher Baumarten nachgepflanzt, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen. Die Eiche gehört nur noch in seltenen Fällen dazu, obwohl sie das Wahrzeichen unserer Gemeinde ist.

Um die ortsprägenden Exemplare unserer Eichen noch recht lange zu erhalten – Eichen können bis 1000 Jahre alt werden – brauchen wir auch Ihre Hilfe! Jede*r von uns kann den oder die Bäume vor der eigenen Haustür zusätzlich mit Wasser versorgen.

Dazu möchten wir Sie alle ausdrücklich ermuntern!

Ihr Umwelt- und Klimaschutzbeirat,
Hannelore Martin & Evelyn Hauck

Eichwalder Bote 02/2025

Ganzjährige Hilfe für unsere Vögel

Unsere gefiederten Gartenbewohner sind, gerade in der aktuellen Brutsaison, auf unsere Mithilfe angewiesen.
Mittlerweile sind viele Gärten „aufgeräumt“ und dadurch leere Speisekammern. Auch aufgrund der diesjährigen Trockenheit hat das Angebot an natürlichen Nahrungsquellen (Insekten) einen Tiefpunkt erreicht.
Aktuell sind vor allem Eiweiße besonders wichtig für unsere Gartenbewohner. Spezielle, fettarme Futtermischungen im Fachhandel und Lebendfutter können ebenso wie zuvor aufgetaute Gefrierware oder getrocknete Insekten angeboten werden. Die Insekten-Leckerbissen sollten den Vögeln dann in begrenzter Menge in offenen Behältern mit gerader und glatter Innenseite angeboten werden. So kann das Futter nicht herauskriechen und ist für die Vögel gut sichtbar.

Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe!

Andreas Ott
Mitglied des Umwelt- und Klimaschutzbeirates


Was lange währt – wird endlich gut – oder: Da wiehert das Amtsschimmel

Das Thema Belastung durch Autoabgase, und dabei insbesondere die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid, bewegt in Eichwalde immer noch eine Vielzahl von Menschen.

Diese Abgase entstehen zum Beispiel, wenn Autos mit laufendem Motor am Straßenrand stehen oder wenn sie an unseren beiden Bahnübergängen auf das Öffnen der Schranken warten.

Besonders problematisch ist hierbei: An den geschlossenen Schranken warten in der Regel auch viele Erwachsene und Kinder, die diese Abgase einatmen müssen.

Daher hatte der Umweltbeirat schon im Frühjahr 2024 angeregt, an den Bahnübergängen Friedensstraße und Waldstraße Schilder mit dem Hinweis „Bei geschlossener Schranke Motor aus“ anzubringen. Wie bei vielen guten Ideen steckte auch hier „der Teufel im Detail“: Zu Beginn ging es zügig voran: Das Eichwalder Tiefbauamt hatte schon nach fünf Tagen die entsprechenden Schilder hergestellt und die Aufgabe übernommen, sie kurzfristig anzubringen.

Im Juli 2024 wurden die Schilder dann am Bahnübergang Waldstraße sowohl auf der Eichwalder als auch auf der Berliner Seite installiert. Jedoch: Die Schilder am Bahnübergang Friedensstraße ließen auf sich warten. Etwa drei Monate später informierte die Gemeindeverwaltung den Umweltbeirat, dass die „Bei geschlossener Schranke Motor aus“-Schilder am Bahnübergang Friedensstraße bei der Kreisverwaltung beauftragt, aber noch nicht geliefert wurden. Die Friedensstraße sei nämlich eine Kreisstraße und keine Gemeindestraße; folglich sei die Eichwalder Gemeindeverwaltung gar nicht zuständig. Aus bestimmten Gründen könne die Kreisverwaltung das Anbringen dieser Schilder nicht an die Gemeindeverwaltung delegieren, sondern müsse sie selber installieren.

Nachdem im Februar 2025 – also neun Monate später – die Hinweisschilder am Bahnübergang Friedensstraße immer noch nicht montiert waren, nahm sich die Leiterin der Bauverwaltung Eichwalde dieser Sache an und fragte in der Kreisverwaltung nach. Ihre Hartnäckigkeit war erfolgreich: Endlich, ca. ein Jahr nach der Beschlussfassung durch den Umweltbeirat, kann der Abschluss der Aktion vermeldet werden: die Schilder am Bahnübergang Friedensstraße „Bei geschlossener Schranke Motor aus“ sind endlich montiert!

Wir appellieren an alle Kfz-Verkehrsteilnehmenden, vor der geschlossenen Schranke etwas Gutes für die Umwelt und die Mitmenschen zu tun – und für die Wartezeit den Motor auszuschalten!

Sylvia Rasch, Mitglied im Umwelt- und Klimaschutzbeirat (UKBR)


Eichwalde hat aufgeräumt!

Trotz kühlem Wetter haben sich am Vormittag des 15. März 2025 wieder zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner aufgemacht, um die öffentlichen Gehwege und Plätze in unserem schönen Eichwalde von Papier, Flaschen, Plastik und sonstigem Müll zu säubern.

Die meisten Teilnehmenden fanden sich gut organisiert und bestens ausgerüstet am Eichenpark-Stadion ein.

Eine zweite Gruppe traf sich am Marktplatz und verteilte sich nach einer kurzen Begrüßung einzeln oder in Gruppen über die anliegenden Straßen zum Sammeln.

Weit musste man nicht gehen, um insbesondere auf dem Weg zum Bahnhof seine Tüten voll zu bekommen.

Es ist uns wieder aufgefallen, dass unsere rauchenden Mitbürgerinnen und Mitbürger offensichtlich die Straßen als großen Aschenbecher für ihre Zigarettenkippen benutzen.

Eine einzige Zigarettenkippe kann 1000 Liter Wasser mit 24 Mikrogramm Nikotin vergiften. Unsere Gemeinde bezieht ihr Trinkwasser aus eben diesem Grundwasser, welches je nach Verunreinigung, kostenintensiv aufbereitet werden muss. Die Kosten tragen wir alle.

Als Umwelt- und Klimaschutzbeirat appellieren wir an alle Raucherinnen und Raucher, ihre Kippen in einem Taschenaschenbecher mit nach Hause zu nehmen und dort im Restmüll zu entsorgen, nicht auf dem Kompost. Nach zwei Stunden wurden die vollen Müllsäcke wieder eingesammelt und zuverlässig von Herrn Hübner von der Bauverwaltung zum Betriebshof zur weiteren Entsorgung gebracht.

Vielen Dank allen Beteiligten für Ihr Engagement und die damit verbundenen Gespräche.

Ihr Umwelt- und Klimaschutzbeirat

Unser nächster Müllsammeltag wird am 20. September 2025 stattfinden.


Eichwalder Bote 01/2025

Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat informiert: Steckbrief „Baum-Hasel“

Im November 2024 sind in der Grünauer Straße vierzehn neue Bäume der Pflanzenart„Baum-Hasel“ (Corylus colurna), auch Türkische Haselnuss genannt, gepflanzt worden.

Die Baum-Hasel ist ein langsam wachsender, mittelgroßer Baum, der sich durch eine außerordentliche Toleranz gegenüber Dürre auszeichnet. Seine zahlreichen Haselnüsse sind essbar und dienen auch unseren Eichhörnchen als zusätzliche Nahrungsquelle.

Der Umwelt- und Klimaschutzbeirat hat die neu gepflanzten Bäume beschriftet, damit sich alle Einwohnerinnen und Einwohner über diese neuen Arten informieren können.

Durch den Klimawandel sind unsere vertrauten Baumarten (z.B. Eichen, Rosskastanie, Linden) gefährdet, so dass diese Bäume nicht mehr als Alleebäume, sondern nur noch mit anderen robusteren Arten gemeinsam gepflanzt werden können.


Protokolle der Sitzungen des UKBR

Umweltberichte