Was können wir tun, um unser eigenes Haus klimafit zu gestalten?
Das Haus energetisch optimieren
Die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist ein zentrales Instrument zur Erreichung der kommunalen Klimaziele.
Aus einer Analyse im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde ergibt sich, dass durch umfassende Sanierungsmaßnahmen eine Reduktion des jährlichen Gesamtwärmeverbrauchs in der Gemeinde um bis zu 31 GWh bzw. knapp 60 % möglich wäre (siehe Wärmeplan, S. 48).
Neben der Reduzierung des Energiebedarfs bietet eine energetische Sanierung aber auch eine Möglichkeit zur Steigerung des Wohnkomforts und zur Wertsteigerung von Immobilien.


in der Gemeinde Eichwalde (Kommunaler Wärmeplan, S. 49)
Typische Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Gebäudehülle:
- Fenster
- Austausch alter Fenster gegen Fenster mit 3-fach Verglasung
- Zugluft/hohe Wärmeverluste durch Glas vermeiden
- Fassade
- Wärmedämmverbundsystem (ungf. 15 cm)
- Wärmebrücken reduzieren (z.B. Rollladenkästen, Heizkörpernischen, Ecken)
- Dach
- (teil-)beheiztes Dachgeschoss: Dach abdichten/Zwischensparrendämmung
- Unbeheiztes Dachgeschoss: oberste Geschossdecke dämmen
- Kellerdecke
- bei unbeheiztem Keller
- Heizung
- Tausch veralteter Heizsysteme gegen effizientere Alternativen
- Einsatz digitaler Thermostate, um die Heizung optimal einzustellen
- Solarthermie
- Solaranlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung
Kommunale Wärmeplanung in Eichwalde: Informieren Sie sich über die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung in der Gemeinde Eichwalde und welche erneuerbaren Wärmeversorgungsoptionen sich für Ihr Wohngebiet anbieten:
Energieberatung

Beratungsangebote der Verbraucherzentrale
Energieberater:innen der Verbraucherzentrale Brandenburg können bei der Auswahl der passenden Sanierungsmaßnahmen unterstützen. Nutzen Sie kostenlose Energieberatungen bei der Verbraucherzentrale, um den für Ihr Haus optimalen Sanierungsfahrplan zu erstellen:

Energy Sharing
Einer Energiegesellschaft beitreten
Das Konzept „Energy Sharing” sieht vor, den in Wind- und Solaranlagen erzeugten Strom gemeinsam zu nutzen. Über das öffentliche Netz können Betreiber:innen von Energy-Sharing-Anlagen ihren selbst erzeugten Strom an angemeldete Verbraucher:innen liefern.
Durch die neuen Regelungen zum Energy-Sharing im Energiewirtschaftsgesetz können Betreiber:innen von Energy-Sharing-Anlagen ihren selbst erzeugten Solarstrom ab Juni 2026 mit den Nachbar:innen teilen. Die Verbraucherzentrale erklärt, wie Sie die Rendite ihrer PV-Anlage steigern und gemeinsam von günstigem Lokalstrom profitieren können.
Was sind die Vorteile?
- Kostensenkung: Geringere Stromkosten durch reduzierte Netzentgelte und Abgaben.
- Unabhängigkeit: Weniger Abhängigkeit von großen Energieversorgern.
- Klimaschutz: Förderung erneuerbarer Energien und Reduzierung von CO₂-Emissionen.
- Regionale Wertschöpfung: Stärkung der lokalen Wirtschaft durch direkte Beteiligung.
- Flexibilität: Skalierbare Lösungen für Gemeinden, Nachbarschaften oder Unternehmen.
- Steuerliche Vorteile: Keine Stromsteuer für Anlagen bis 2 MW im räumlichen Zusammenhang (bis 4,5 km).
- Entlastung der Fernnetze: Dezentrale, lokale Stromerzeugung und -verbrauch reduzieren die Belastung der überregionalen Stromnetze.
Was gibt es zu beachten?
- Gemeinsame Investition: Die Errichtung von Anlagen und die Organisation erfordern eine gewisse Planung und finanzielle Beteiligung. Oft gibt es jedoch Fördermöglichkeiten oder Modelle, bei denen Sie sich bereits mit kleinen Beiträgen einbringen können.
- Rechtliche Rahmenbedingungen: Es gibt einige Regeln und Genehmigungen, die beachtet werden müssen. Viele Initiativen unterstützen Sie dabei oder übernehmen die Organisation für alle Beteiligten.
- Lokale Ausrichtung: Energy Sharing funktioniert besonders gut in der Nachbarschaft oder Region (meist bis 4,5 km). Das stärkt die lokale Gemeinschaft, bedeutet aber auch, dass nicht alle Haushalte teilnehmen können.
Weitere Informationen:
Machen Sie Ihren Garten und Balkon klimafit!
Alltägliche Verhaltensweisen anpassen
Auch alltägliche Verhaltensweisen wie die Wahl von Ökostrom, das Vermeiden von Müll und die Umstellung auf regionale Produkte in Mehrwegflaschen tragen zum Klimaschutz bei. Tipps im Überblick:
- Strom und Energie: Anbieter zu zertifiziertem Ökostrom wechseln
- Müllvermeidung: Einwegverpackungen Mehrwegalternativen verwenden
- Recycling: Konsequente Mülltrennung, um Rohstoffe zu recyceln und den Aufwand für die Müllverbrennung zu verringern
- Geräteschonung: Stromintensive Geräte wie Kühlschränke bei längerer Abwesenheit ausschalten und Tür offenlassen, um Schimmel vorzubeugen
- Produkte: Regionale Produkte in Mehrwegflaschen anstelle von Einwegverpackungen bevorzugen
- Energieausweis: Informieren Sie sich über den Energieausweis Ihres Gebäudes, da dieser wichtige Informationen zur Energieeffizienz liefert
